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12 Aug 2026

Fahrverbotsaussetzung wegen Niedrigwasser

Fahrverbotsaussetzung wegen Niedrigwasser: BGL Bayern fordert bundeseinheitliche Regelungen und bessere Rahmenbedingungen für Berufskraftfahrer

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Der BGL Bayern begrüßt die Aussetzung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen als wichtigen Schritt, um die Wirtschaft in der aktuellen Krisensituation zu
unterstützen. Gleichzeitig fordert der Verband bundeseinheitliche und klare Regelungen, welche Güter während der Aussetzung transportiert werden dürfen. Ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen in den Bundesländern muss vermieden werden.

Auch wünscht sich der BGL Bayern die Einrichtung einer Taskforce, zwischen Politik, Verwaltung und Branche, für das Krisenmanagement, die bei künftigen Ausnahmesituationen eine schnelle und koordinierte Umsetzung sicherstellt. Gerade im Güterverkehr sei eine abgestimmte Vorgehensweise entscheidend: Ein großes Güterschiff kann beispielsweise das Transportvolumen von 100 bis 120 Lkw aufnehmen, ein kleineres Schiff entspricht etwa 40 Lkw-Ladungen. Diese Mengen lassen sich kurzfristig nicht ohne Weiteres auf den Straßengüterverkehr verlagern. Hier können lediglich die Spitzen abgefangen werden, da einerseits die meisten Lkws und Fahrer bereits auf Touren langfristig geplant sind und die Unternehmen entsprechende vertragliche Verpflichtungen einhalten müssen. Andererseits gelten natürlich auch weiterhin die Lenk- und Ruhezeiten für die Berufskraftfahrer. Man kann in der Branche nicht von einer stehenden Reserve von Fahrern und Lkws ausgehen. Im Gegenteil, es fehlen aktuelle mehr als 100.000 Berufskraftfahrer in Deutschland.

Im Zuge der vorübergehenden Aussetzung der Fahrverbote muss auch nochmal auf die Wichtigkeit der Rahmenbedingungen für die Fahrer hinweisen werden. Insbesondere der Ausbau von Park- und Rastplätzen und die Verbesserung der Sanitäranlagen sind unbedingt anzugehen. Das würde die Bedingungen massiv verbessern. Besondere Herausforderungen könnten sich an den Grenzen zu Österreich ergeben, wo bislang keine entsprechende Aussetzung beschlossen wurde. Insbesondere rund um Mariä Himmelfahrt, bundesweiter Feiertag in Österreich, drohen zusätzliche
Verkehrsbehinderungen und Staus an den Grenzübergängen.

Der Logistikverband appelliert an Bund und Länder, schnellstmöglich einheitliche, verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen für die Transportwirtschaft zu schaffen.

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